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Kultur- und Hilfsorganisation zur Unterstützung der Kinder der Arbeit (Kousha)

Sichtbar ausgebeutete Kinder sind eine im Iran bekannte, typische Szene. Auf den Straßen in Teheran findet man viele Kinder, die Autofahrer anhalten, um die Scheiben zu putzen, Blumen, Bonbons, Zeitungen oder Taschentücher zu verkaufen. Oft wird dies sogar gut geheißen, weil es zeigt, dass die Kinder ihre Familien unterstützen, was von der Gesellschaft sehr akzeptiert wird. Man übersieht leider, dass diese Kinder ausgebeutet werden, dass sie Rückhalt und Unterstützung durch ihre Familie bräuchten.

Kinderarbeit ist eine der weltweit größten Herausforderungen in der heutigen Gesellschaft, und sie hat sich im Iran mit der Flüchtlingswelle aus Afghanistan noch verstärkt. Die ausgebeuteten Kinder werden in verschiedenen Branchen beschäftigt. Sie knüpfen Teppiche, ackern auf Plantagen oder arbeiten als Steinhauer – so sieht der Alltag von vielen Millionen Kindern im Iran aus: statt zur Schule zu gehen, zu spielen und zu lernen, müssen sie arbeiten.

Kinderarbeiter sind bei Arbeitgebern sehr beliebt, denn sie lassen sich leicht ausbeuten, sie sind billig und können sich kaum wehren. Es mangelt an Verantwortung durch die Eltern. Die Kinder müssen während der Arbeit oftmals Brutalität erleben, das Recht auf eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung wird ihnen verwehrt. Es fehlt an Liebe, Verständnis und Geborgenheit. Die Kinderarbeiter haben meist kein Recht auf einen Namen und eine Staatsangehörigkeit, insbesondere afghanischen Kindern im Iran ergeht es so.

Da die Kinder neben der Arbeit häufig keine Zeit und leider auch kein Geld haben, weil sie ihre oftmals arbeitslosen (und manches Mal auch alkoholsüchtigen) Eltern finanzieren, gehen sie nicht in die Schule und können daher weder lesen noch schreiben.
Der iranische Kultur- und Hilfsorganisation Kousha setzt hier an und begleitet die Kinderarbeiter im Iran, um ihnen in Zukunft ein besseres Leben zu ermöglichen. Diese Organisation verfolgt die Ziele der UNESCO für das Bildungssystem im 21. Jahrhundert und hält sich an die internationale Konvention der Kinderrechte.

Der Kulturverein Kousha (das Kinderhaus Kousha), ein unabhängiger, nicht staatlicher, nicht politischer, gemeinnütziger Verein, wurde im Jahr 2001 mit dem Ziel gegründet, den Straßenkindern den Zugang zu Schulbildung zu ermöglichen, damit sie lesen und schreiben lernen. Zugleich sollen sie so auch die Möglichkeit haben, in der Schule warme Mahlzeiten zu erhalten. Insgesamt sollen durch dieses Angebot die Kinder gestärkt werden, vor Missbrauch geschützt werden und ein Bewusstsein für die Machenschaften ihres Umfelds erhalten, damit sie sich besser wehren können.

 

Folgende Aktivitäten werden für Kinder ab 7 Jahren im Verein Kousha (Kinderhaus Ghavam) angeboten:
  • Kinderspielzimmer, Musikinstrumente kennenlernen, Musikübungen
  • Warme Mahlzeiten im Haus Kousha (Frühstück und Mittagessen)
  • Ausbildung
  • Schulausflüge sowie naturwissenschaftliche Exkursionen
  • Sportliche Aktivitäten wie Fußball, Volleyball usw.
  • Medizinische Vorsorge, Untersuchungen und Zahnkontrolle
  • Psychologische Betreuung der Kinder und Eltern (Stress, Krisen und Belastungen, Angststörungen, Gleichbehandlung, Mutter-Kind Interaktion, Kindesmisshandlung)

Für Kinder unter 7 Jahren bietet der Verein Kousha neben warmen Mahlzeiten altersgerechte Aktivitäten wie Spielen, Malen und Basteln unter Anwendung von modernen Lernmethoden (Montessori – Methode) und Einsatz von Musik, Sport, Spiel und Theater an. Sie werden von Lehrern und Kindergärtnerinnen betreut, die meist ehrenamtlich tätig sind.

 

Unterstützung der Kinder auf der Straße:
Den ausgebeuteten Straßenkindern Zuwendung zukommen zu lassen ist eine der schwierigsten Aufgaben des Vereins. Kinderarbeiter etwa, die nicht die Möglichkeit haben, in die Kousha-Schule zu kommen, werden in Stadtparks besucht und betreut. Dort wird mit ihnen gespielt und man versucht, ihnen lesen und schreiben beizubringen.

 

Unterstützung der Mütter der Kinderarbeiter:
Zusätzlich hat der Verein Kousha das Ziel, die Mütter der arbeitenden Kinder zu befähigen, eigenes Geld zu verdienen (Nähen, Backen, u.v.m.). Die selbst hergestellten Produkte können dann auf traditionellen Märkten/Bazaren verkauft werden. Verdienen die Mütter eigenes Geld, können sie ihre Kinder besser unterstützen und vor Ausbeutung schützen.

 

Kousha-Schulen und Kindergärten an weiteren Standorten:
In der letzten Zeit ist der Verein noch an weiteren Standorten im Iran, wie in der Provinz Sistan und Baluchestan aktiv geworden. In Iranschahr und Zahedan wurden Kinderhäuser, sowie in Fazlollahi ein Dorfkindergarten gegründet, um die Kinder zu betreuen. Weitere Kindergärten und Schulen sind geplant.

 

Adresse des Kinderhauses Ghavam: Baharestan – Platz, Mostafa Khomeini- Str. Nach Ghavamalhozur Gasse Nr. 32
Tel. 33139586, Fax: 33567916
Adresse des Spielhauses: Sarcheshmeh, Amir – Kabir- Str., Alireza Jawidi – Gasse, Takht-e- Rawande – Gasse Nr. 3, Tel. 33125470

Helfen Sie, die Welt zu verändern. Jetzt spenden & Gutes tun!
Bankverbindung der iranischen Kultur- und Hilfsorganisation Kousha:
Pasargard Bank, Filiale Shiraz- e- Shomali: 204-810-936971-1

 

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